Zum Inhalt (ALT-C)
Zur Navigation (ALT-N)
Zur Startseite (ALT-S)

Gemeinde Nußdorf (Chiemgau)  |  E-Mail: info@nussdorf-chiemgau.de  |  Online: http://www.nussdorf-chiemgau.de

Verbot von Ölheizungen ab 2026 in Deutschland

Wärmepumpe

Eine Alternative ist das Heizen mit Erdwärme

 

Die Bundesregierung will laut eines neuen Gesetzesentwurfs den Neubau von Ölheizungen ab dem Jahr 2026 verbieten, damit die von Deutschland mitbeschlossenen Klimaziele noch erreicht werden. Wer seine alte Ölheizung durch eine "klimafreundliche" Heizung ersetzt, soll vom Staat eine attraktive "Austauschprämie" erhalten. Es soll aber auch Ausnahmen geben, z.B. wenn ein Haus weder mit Gas noch mit Fernwärme und auch nicht durch Erneuerbare Energien versorgt werden kann.

Deutschland hinkt dabei hinter den europäischen Nachbarländern hinterher: In Dänemark dürfen bereits seit 2013 in neuen Gebäuden keine Öl- und Gasheizungen installiert werden, von 2016 an sind neue Ölheizungen auch in Bestandsgebäuden verboten, sofern sie an das Fernwärme- oder Erdgasnetz angeschlossen werden können. Norwegen – übrigens eines der größten Ölförderstaaten in Europa – verbietet den Einbau von Ölheizungen ab 2020.

 

Gerade hier bei uns auf dem Land ist jedoch das Erdgas- bzw. Fernwärmenetz nicht so gut ausgebaut, da war in den letzten Jahrzehnten oft die Ölheizung die einzige Wahl. Doch es gibt mittlerweile mehrere Varianten der umwelt- und klimaschonenden Wärmeversorgung.

 

Als erstes denkt man dabei an Heizen mit Holz, etwa an Hackschnitzel- oder Pelletsheizungen, die inzwischen auch vollautomatisch arbeiten oder an Holzvergaserkessel, die mit Stückholz manuell zu beschicken sind.

 

Auch Wärmepumpen und Solarkollektoranlagen sind inzwischen jedem ein Begriff, die die Energie aus der Umgebung nutzen und nicht nur zur Warmasserbereitung, sondern inzwischen auch in Wärme für die Raumheizung umwandeln. Die Umweltwärme lässt sich immer dann besonders effizient einsetzen, wenn ihr Temperaturniveau nur wenig angehoben werden muss. Am besten funktioniert das in neuen oder sanierten Gebäuden mit einer Flächenheizung (Wandflächen- oder Fußbodenheizung) mit geringen Vorlauftemperaturen.

 

Das Heizen mit Erdwärme mit speziellen Wärmepumpen stellt für Neubauten in unserer Gegend unter Umständen eine interessante Variante dar, denn bei unseren schweren Lehmböden ist eine gute Wärmeübertragung gewährleistet. Dabei sollte auf eine Pflasterung dieser Fläche verzichtet werden, denn trockene Böden sind wenig wärmespeicherfähig.

Die höheren Investitionskosten für die Verlegung der Erdwärmekollektoren werden durch niedrige Betriebskosten ausgeglichen. Für die im Garten ähnlich einer Fußbodenheizung in ca. 1,5 m Tiefe schlangenförmig verlegten Erdkollektoren sollte aber ungefähr doppelt soviel Fläche zur Verfügung stehen als Wohnfläche beheizt wird. Andernfalls stehen z.B. Erdwärmekörbe zur Wahl, die aussehen wie übergroße Sprungfedern und aus fertig aufgewickelten Rohrschlangen bestehen und in ca. 3 m tiefe Gräben installiert werden.

 

Was man allerdings nicht vergessen darf: Auch Wärmepumpen brauchen Strom für den Betrieb. Wer auch hierbei erneuerbar sein möchte, der erzeugt seinen Strom selbst mit einer eigenen Photovoltaik-Anlage. Für alle anderen gibt es bei fast allen Stromanbietern auf Nachfrage spezielle Wärmepumpentarife, die günstiger sind als der normale Haushaltsstrom. Dazu wird dann vom Netzbetreiber ein eigener Stromzähler eingebaut.

(sus)

 

Weitere Infos zu den Aktivitäten des AK Energie finden Sie im Internet auf der Homepage der Gemeinde Nußdorf unter folgendem Link:

http://www.nussdorf-chiemgau.de/index.php?id=0,93

Der AK Energie ist mit vielen Berichten, die es oft nicht ins Amtsblatt oder in den AK Newsletter schaffen, auch auf Facebook (https://www.facebook.com/Arbeitskreis-Energie-Nu%C3%9Fdorf-1293879460732259/ )präsent. Zu finden unter „Arbeitskreis Energie Nußdorf“.

 

 

drucken nach oben

LOGO Arbeitskreis

522.jpg