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Gemeinde Nußdorf (Chiemgau)  |  E-Mail: info@nussdorf-chiemgau.de  |  Online: http://www.nussdorf-chiemgau.de

Großes Interesse am 1. Nußdorfer Energietag

PVSpeicheranlage
Martin Klaus (Mitte), Elektromeister aus Sondermoning, informierte beim Nußdorfer Energietag über Speicheranlagen für Photovoltaikanlagen. (Foto: Volk)

Nußdorf. Über viele Besucher konnten sich die Organisatoren des 1. Nußdorfer Energietages freuen. Der Arbeitskreis Energie der Gemeinde Nußdorf als Ausrichter bot im und rund um das Wirtshaus Aiging ein vielfältiges Programm mit Vorträgen, Informationsständen und Ausstellung zu den Themen Energieeffizienz, Wärme und Strom und fand dabei großes Interesse, nicht nur bei Nußdorfer Bürgern.

 

Hubert Vachenauer, Sprecher des Arbeitskreises erläuterte zu Beginn, die Ziele des Energietages. Bei den regelmäßigen Treffen habe man überlegt, wie die Energiewende vor Ort begleitet und umgesetzt werden kann. Vor allem fragten sich die Arbeitskreis-Mitglieder, wie an die Menschen heranzukommen ist, um sie für das Thema und zum Mitmachen zu gewinnen. Dies sei vor allem durch Informationen der Bürger möglich, so die einhellige Meinung. So wurde die Idee zum Energietag geboren. „Die Energiewende kann nur erfolgreich sein, wenn jeder an seiner Stelle dazu beiträgt“, so Vachenauer. Möglichkeiten aufzeigen, was jeder machen kann, von einem veränderten Nutzerverhalten, zum Beispiel durch Verwendung von Energiesparlampen bis hin zur Umstellung auf völlig neue Technologie, wie Elektroautos oder die Speicherung des von Photovoltaikanlagen produzierten Stroms.

 

Bürgermeister Hans Gnadl, der Schirmherr des Energietages, würdigte den Arbeitskreis für sein unermüdliches Engagement und den großen Tatendrang. Von der Idee eines Energietages sei er sofort begeistert gewesen. Bezogen auf die Energiewende dürfe man die Bürger nicht erschrecken, sondern müsse sie aufwecken, zum Mittun ermuntern und dabei unterstützen. Dies müsse im Kleinen und in den eigenen vier Wänden beginnen. Gnadl hob die regelmäßigen Veröffentlichungen im Amtsblatt der Gemeinde hervor, mit denen der Arbeitskreis wertvolle Tipps zum Energiesparen weitergebe. Das gemeindliche Energiekonzept, dass durch das Amt für ländliche Entwicklung großzügig gefördert wurden und zudem der, vor einem dreiviertel Jahr gegründete örtliche Arbeitskreis beigetragen habe, zeige Wege und die mögliche Richtung auf, aber nicht, was konkret zu tun ist. Dies könne nur von der Basis aus und durch die Energienutzer gelingen, so der Bürgermeister.

 

Im Saal des Gasthauses fanden stündlich gut besuchte Vorträge statt, unter anderem zur energetischen Sanierung von Wohngebäuden und den Möglichkeiten der finanziellen Förderung, zur Elektromobilität und -infrastruktur in der Region, Energiegewinnung durch Biogasanlagen als Ergänzung zur Landwirtschaft und der Speicherung von Strom aus Photovoltaikanlagen. Fachleute gaben Auskünfte zu Fragen der Energieeinsparung und –gewinnung, des energetischen Bauens und Sanierens, prüften kostenlos Heizkostenabrechnungen oder berichteten über ihre praktischen Erfahrungen beim Betrieb eines Nahwärmenetzes. Vertreten war der Sonnenkreis Traunstein – die Energie- und Klimakonferenz des Landkreises Traunstein und das Forum Ökologie mit Infoständen, ebenso stellten verschiedene Firmen aus und informierten: Gezeigt wurden unter anderem Holzheizungen, Wärmepumpen, Dämmstoffe und Möglichkeiten der Kessel- und Boilersanierung. Anschaulich dargestellt wurden der Einspareffekt bei Ein-, Zwei- und Dreifachverglasung von Fenstern, ebenso eine moderne Brennholzproduktionsanlage und eine Photovoltaik-Inselanlage, mit der eine „Popcornmaschine“ betrieben wurde.

 

Viel bestaunt wurden die ausgestellten Elektrofahrzeuge, die auch für Probefahrten benutzt werden durften. Führungen gab es durch das Wasserkraftwerk in Aiging am Mühlbach (Traun). In der Gemeinde Nußdorf kommen bereits 66% des notwendigen Energiebedarfs aus erneuerbaren Energien, davon 36% aus Wasserkraft.

 

Zum Ende des 1. Nußdorfer Energietages würdigte Arbeitskreissprecher Hubert Vachenauer die vielen fleißigen Mitglieder, vor allem Rosi Neumann und Susanne Seidl, die einen Großteil der Vorbereitung und Organisation bestritten haben. Bürgermeister Hans Gnadl sprach die Hoffnung aus, dass der Arbeitskreis weiterhin so aktiv und engagiert weiterarbeite, der Energietag eine Fortsetzung finde und man dem Ziel einer energieautarken Gemeinde immer näher komme und dadurch die Abhängigkeit von externer, meist fossiler Energie minimiert werde.

 

Ein weiterer Baustein zur Energiewende wird in Nußdorf mit der Errichtung einer Elektrotankstelle am Bürger- und Vereinsheim getan. Die Fundamente für die Anlage, die von der Elektrizitätsgenossenschaft Wolkersdorf betrieben wird, sind bereits gesetzt. In Kürze wird sie betriebsbereit sein und dann ist das kostenlose Aufladen von Elektroautos und E-Bikes möglich. pv. 

 

Energietag Energiesparlampen:

 

 Energiesparlampen

 

Über Einsparpotenziale bei Verwendung von Energiesparlampen informierte Alois Zimmermann (re.), Energieberater aus Sondermmoning und Mitglied im Arbeitskreis Energie der Gemeinde Nußdorf. (Foto: Volk)

 

Energietag VorträgeSanierung:

 

Voträge Sanierung

 

Großes Interesse fanden die Fachvorträge beim 1. Nußdorfer Energietag. Frank Blanke referierte über die energetische Sanierung von Wohngebäuden unter dem Motto „Von der Energieschleuder zum Effizienzhaus.“ (Foto: Volk)

 

 

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